 DS "Kaiser Wilhelm der Grosse" Dieses Schiff eröffnete 1900 die Ära des Seefunks in Deutschland.Im Jubiläumsband "150 Jahre Hapag-Lloyd" heisst es dazu: "Den grössten Fortschritt gab es in der Kommunikation, durch die Erfindung der drahtlos Telegrafie." Nachrichten wurden bis dahin mühsam mit Flaggen, Signalmasten (Semaphoren) oder später auch Signallampen übermittelt; ein international gültiges Signalalphabet trat erst 1856 in Kraft. Als erste deutsche Reederei rüstete der Norddeutsche Lloyd ein Schiff mit einer "drahtlosen Telegrafiestation" aus und stellte entsprechende Stationen auf Borkum und Feuerschiff Borkum auf. Im gleichen Jahr schreibt die Hapag, dass sie auf ihren Schnelldampfern "versuchsweise" Brieftauben zur Übermittlung von Nachrichten von hoher See mitgegeben hat. Die Telegrafie setzte sich jedoch auch hier rasch durch. Am 1. Februar 1999 endete die Ära der drahtlosen Telegrafie im Seefunk durch die endgültige Einführung des neuen weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystems GMDSS.
Dieses und noch viel mehr können sie der Domain Seefunknetz entnehmen. Sinn der Internetseite ist, Erinnerung an 100 Jahre Seefunk zu bewahren. Die im Seefunk verwendeten Verfahren und Geräte werden vorgestellt und die Arbeit der Funkoffiziere beschrieben. Auch ihre Gefühle, z.B. wenn sehr leise auf 500 kHz ein SOS hörbar wurde ... zu weit entfernt um zu helfen!
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