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Am 04.09..2010 um 10 Uhr startet ein Sportbootführerschein - See Kompaktkurs  an zwei aufeinander folgenden Wochenenden, jeweils Samstag und Sonntag von 10 - 15 Uhr in der Bornstr.1  weiter:


 





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Segeltörn Azoren - Amsterdam
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Langsam frischte der Wind auf und nachdem die ersten Jacken angezogen waren, wurde der "Wachplan" für uns Vier aufgestellt. Vier Leute hieß 4 Stunden Wache und 4 Stunden frei. Rund um die Uhr musste das Ruder besetzt sein, da kein Autopilot vorhanden war. Es sollten immer 2 Personen auf Wache sein und nach 2 Stunden wurde eine Person vom nächsten Wachhabenden abgelöst.

Das nächste Land wurden wir schätzungsweise erst nach 1.200 bis 1.300 Seemeilen wieder anlaufen, also in 12-13 Tagen, bei einem Durchschnitt von 100 Seemeilen am Tag. Ob man in den 4 Std. Freiwache zwischendurch wohl genug Schlaf bekommen würde, um auch die Nächte zu überstehen?? Es würde sich zeigen.

Meine Kopfschmerzen, die mich schon seit dem Morgen plagten, machten mich so müde, dass ich mich nachmittags in meine Koje legte. Schließlich wollte ich für meine erste Nachwache von 22:00 Uhr bis 2:00 Uhr fit sein. Allerdings zwang mich kurze Zeit später ein übles Gefühl in der Magengegend dazu aus meiner Kabine zu stürzen und mich über die Reeling zu hängen, um meinen Mageninhalt zu entleeren. "Na wenigstens kotzt sie zur richtigen Seite" bemerkte der Skipper. Fing ja gut an der erste Segeltag. Weitere Kommentare waren dann: "Na, die können wir ja abschreiben für heute Nacht". Auf keinen Fall wollte ich einen Hühnerbonus haben und schleppte mich nach zahlreichem Spucken um Punkt 22:00 Uhr nach oben, wo ich erkannte, dass Nobby und Ralph mir mittlerweile schon nacheiferten und wir uns somit alle abwechselnd um das Ruder und um unsere Übelkeit kümmerten.

Jetzt fiel mir wieder die Luxusyacht aus der Marina Horta ein. Spätestens jetzt wurde mir klar was richtiger Luxus bedeutet. Über uns kreiste kein Hubschrauber.
Das Problem löste sich am dritten Tag, da wir endlich alle großen Hunger hatten und schließlich auch die mit viel Liebe vom Skip zubereiteten Haferflocken mit Banane bei uns behielten. Mmmmmhhhhhh, lecker!
Das Wetter meinte es nicht gerade gut mit uns. Der Himmel war ständig grau und bedeckt und unter uns der Atlantik pechschwarz. Der immer kälter werdende Wind blies überwiegend von Nord, Nord-Ost, genau gegenan.

Nachdem neben Mützen, Stimbändem und Schals auch noch die dicken Handschuhe herausgesucht wurden, war uns klar wo die Ursache lag. Warum konnte das Boot auch nicht Südwind heißen??
Der Skipper drehte täglich morgens und abends seine Runde im Boot und inspizierte die Bilgen, den Motor, die Waschräume und die Batterien.
Jeder von uns war damit beschäftigt in seiner Freiwache möglichst viel Schlaf zu bekommen und sich entsprechend leise zu verhalten, Laute Musik und Party war nicht angesagt, da immer einer von ans versuchte zu schlafen.

Stattdessen wurde der Wind immer kälter und stärker und die Wellen immer höher, 4 Meter, 5 Meter....Die typische Atlantikdünung zog lang unter uns dahin. Die Luftfeuchtigkeitt an Bord wurde ebenfalls immer höher, so dass alles was einmal nass war nicht mehr trocknete, es sei dem man behielt es am Körper an. Nach einer Woche wurden die ersten schimmeligen Lebensmittel wie Brot und Gemüse über Bord geschmissen.



 
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